Elektrische Zahnbürste

Die 7 besten elektrischen Zahnbürsten im Vergleich

Technische Daten
Hersteller
Gewicht
Farbe
Akkulaufzeit
Ladestation
Reinigung
Reinigungssystem
Bewegungen
Timer-Funktion
Intervall-Timer
Intensitätseinstellung
Intensivreinigung
Zahnfleischschutz
Weißere Zähne
Andruckkontrolle
Einstellungen
Zubehör & Zusatzfeatures
Anzahl Aufsteckköpfe
Drucksensor
Smart Guide
Ladestandsanzeige
Aufbewahrungstasche
Bluetooth-fähig
Vorteile
Nachteile

Elektrische-Zahnbürsten-Ratgeber: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Elektrische Zahnbürsten entfernen schädliche Plaque, Bakterien und Essensreste gründlicher als jede Handzahnbürste.
  • Neben den klassischen rotierend-oszillierenden Zahnbürsten gibt es auch Schall- und Ultraschallgeräte auf dem Markt.
  • Bei der Kaufentscheidung kommt es neben einer möglichst hohen Vibrationsfrequenz auch auf eine gute Akkuleistung, verschiedene Reinigungsprogramme und je nach Bedarf auf weitere Extras für den Putzkomfort an.
  • Um ein ideales Reinigungsergebnis zu erzielen, ist abgesehen von der passenden Zahnbürste auch die richtige Handhabung nötig.

Elektrische Zahnbürsten - Eine Investition in die Zahngesundheit

Zahnhygiene ist absolut lebenswichtig. Schlechte Zähne können die Lebensqualität enorm einschränken – nicht nur, weil schadhafte Zähne Schmerzen bereiten und manche Speisen nicht mehr eingenommen werden können, sondern auch, weil Entzündungsprozesse im Mund gefährlich für die Gesundheit werden können. Eine gründliche Zahnreinigung ist nicht zuletzt aus ästhetischen Gründen unabdingbar, denn ein strahlendes Lächeln ist in der Regel eine Garantie für einen gelungenen ersten Eindruck. Immerhin wünscht sich jeder gesunde, blitzblanke, strahlend weiße Zähne. Dafür ist es nicht nur wichtig, regelmäßig Zähne zu putzen, sondern auch die richtige Zahnbürste zu benutzen. Mit einer elektrischen Zahnbürste lassen sich optimale Reinigungsergebnisse erzielen – zumindest bei der richtigen Anwendung. Vor allem Morgenmuffel sind mit Elektrozahnbürsten gut beraten. Sie versprechen nämlich eine bequeme, gründliche und effiziente Zahnpflege.

Elektrische Zahnbürste vs. Handzahnbürste: Wer putzt besser?

Elektrische Zahnbürsten bestehen im Großen und Ganzen aus drei Teilen:

  • Bürstenkopf: Der Bürstenkopf einer Elektrozahnbürste ist auswechselbar und entweder kreisrund oder oval geformt.
  • Handstück: Hier befinden sich der Akku beziehungsweise die Batterien sowie je nach Modell ein Display mit Ladestand, Timer oder Power-Knopf.
  • Ladestation: Bei akkubetriebenen Zahnbürsten dienen sie zum Aufladen und gleichzeitig als Abstellmöglichkeit.

Damit sollen elektrische Zahnbürsten nicht nur die Zahnpflege erleichtern, sondern auch für ein besseres Reinigungsergebnis sorgen. Doch sind sie wirklich besser als die klassischen Handzahnbürsten? Auch mit einer Handzahnbürste ist grundsätzlich ein gutes Putzergebnis möglich, dafür ist allerdings ebenso wie bei der elektrischen Variante die richtige Putztechnik unabdinglich. Elektrozahnbürsten hingegen nehmen dem Nutzer einiges von der „Putzarbeit“ ab, da sie die reinigenden Bewegungen des Bürstenkopfs bis zu einem gewissen Grad selbstständig ausführen. Die Hand des Anwenders bleibt so etwas entspannter und lässt die Elektrobürste ihren Dienst verrichten. Damit sind elektrische Zahnbürsten eine echte Alternative zu den Handzahnbürsten und bieten obendrein so einige weitere interessante Vorteile.

Mithilfe ihrer Rotation beziehungsweise Schalltechnologie reinigen elektrische Zahnbürsten die Zahnoberflächen ebenso wie die Zwischenräume und befreien sie von schädlicher Plaque – und das deutlich gründlicher als herkömmliche Handbürsten. Das liegt zum einen an den schnellen, optimal kreisförmigen Bewegungen, zum anderen werden aber auch in den hinteren, schwer zugänglichen Stellen im Mundraum noch immer gute Ergebnisse erzielt. Obendrein erinnert ein Timer an die richtige Putzdauer. Anders als häufig angenommen sparen elektrische Zahnbürsten beim Putzen jedoch keine Zeit, denn die empfohlene Putzdauer von zwei bis drei Minuten sollte auch hier eingehalten werden.

Je nach Preiskategorie bieten die elektrischen Zahnbrüsten noch weitere praktische Extras, die herkömmlichen Handzahnbürsten den Rang ablaufen. Beispielsweise verhelfen sie zu einem gleichmäßigeren Putzen, indem sie signalisieren, wann ein Seitenwechsel ansteht. Um ein zu starkes Aufdrücken während des Putzvorgangs zu vermeiden, verfügen hochwertige Modelle über eine Anpressdruckkontrolle, die Verletzungen am Zahnfleisch, aber auch einen zu starken Druck auf der Zahnoberfläche, um den Schmelz vor mechanischem Abrieb zu schützen, verhindert. Ihre besonders schonende Putztechnik verbunden mit ihrer einfachen Handhabung reduziert das Risiko von Zahnfleischentzündungen. Dank der verschiedenen Bürstenaufsätze sind sie zudem sehr flexibel. Der Wechsel zur elektrischen Zahnbürste lohnt sich also auf jeden Fall. Wer Zähnen und Zahnfleisch eine besonders intensive und zugleich schonende Pflege zukommen lassen möchte, findet in dem breiten Preis- und Markenspektrum, das der Markt bietet, sicher das zu ihm passende Modell.

Vorteile
  • Komfortable Nutzung dank nahezu selbstständiger Putzbewegung
  • Gründliche Reinigung der Zahnoberflächen und Zwischenräume
  • Effektive Befreiung von Plaque
  • Erinnerung an Putzdauer durch Timer
  • Gute Ergebnisse selbst bei schwer erreichbaren Stellen
  • Mitunter Signal bei anstehendem Seitenwechsel
  • Weniger Verletzungsgefahr durch Anpressdruckkontrolle
  • Flexibilität dank verschiedener Aufsätze
Nachteile
  • Hochpreisige Anschaffungs- und Folgekosten
  • Stromverbrauch durch regelmäßiges Aufladen

Welche Hersteller rotieren zum Sieg?

Aufgrund ihrer überzeugenden Leistung setzen sich die elektrischen Zahnbürsten immer häufiger in privaten Badezimmern durch. Mittlerweile fallen die Anschaffungspreise für gute Modelle moderat aus. Selbstverständlich stellen sie im Vergleich zu Handzahnbürsten, die es für Preise zwischen 0,50 und 5,00 Euro gibt, trotzdem eine weitaus teurere Investition dar. Allerdings können bereits die meisten günstigen bis mittelpreisigen Modelle hinsichtlich ihrer Reinigungsleistung mit den hochpreisigen Produkten mithalten. Lediglich das ein oder andere Zusatzfeature, das Luxusmodelle bieten, müssen Sparfüchse dabei entbehren. Zudem ist die Verarbeitung von Premiumbürsten in der Regel etwas hochwertiger. Zusammen mit einem stärkeren Akku verlängert das ihre Haltbarkeit.

Die Preisspanne bei elektrischen Zahnbürsten ist riesig, was nicht nur mit den verschiedenen Akkuleistungen, sondern auch mit dem Ausstattungsumfang zusammenhängt. No-Name-Produkte sind bereits ab 15 Euro erhältlich, für solide Modelle zahlen Verbraucher dagegen mindestens 20 Euro. Mit einem sehr guten Preisleistungsverhältnis überzeugen die Oral-B 2.000 sowie die Sonicare EasyClean. Für etwa 50 Euro bieten sie die wichtigsten Funktionen wie einen Timer, eine passable Akkuleistung und eine gute Reinigungsleistung. Auf Extras wie einen Aufhellungsmodus oder spezielle Sensitiv-Einstellungen verzichten sie aber. In der preislichen Mittelklasse von 60 bis 80 Euro liegen die Oral-B 3.000, die Sonicare Healthy White und die Panasonic EW-DE92, die einen Kompromiss aus einer optimalen Reinigungsleistung und gewissen Komfortfunktionen wie zusätzlichen Putzmodi schließen. Spitzenmodelle der beiden marktführenden Hersteller, wie die Oral-B Genius 9.000 oder die Flexcare Platinum von Sonicare, rechtfertigen ihre Preise über 100 Euro mit diversen Zusatzfunktionen, die bei der täglichen Zahnpflege helfen, etwa einer Positionserkennung.

Die Reinigungstechnologien - Rotierend-oszillierend, Schall oder Ultraschall?

Die Suche nach der geeigneten Zahnbürste gestaltet sich häufig schwieriger als erwartet, da der Markt sehr unübersichtlich geworden ist. Aufgrund ihrer ähnlichen Bezeichnungen sind die verschiedenen Modelle kaum auseinanderzuhalten. Momentan unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Technologien: Neben den üblichen oszillierenden Bürsten gibt es auch Schall- beziehungsweise Ultraschallmodelle im Handel.

Die Klassiker: Rotierend-oszillierende Zahnbürsten

Klassische rotierend-oszillierende Zahnbürsten, auch als Rundkopfzahnbürsten geläufig, sind in der Regel günstiger als Schall- beziehungsweise Ultraschallzahnbürsten. Ihr kleiner, runder Bürstenkopf wird von einem Elektromotor angetrieben, sodass die Bürste abwechselnd im und gegen den Uhrzeigersinn zwischen 4.000- und 8.000-mal pro Minute rotiert. Zusätzlich pulsiert sie häufig bis zu 40.000-mal pro Minute hin und zurück. Dadurch wird selbst hartnäckige Plaque effektiv gelockert und abgetragen.

Um die Reinigung auszuführen, muss der Anwender die Bürste für einige Sekunden mit leichtem Druck an einen Zahn halten und anschließend zum nächsten führen. Hier ist folglich keine Bewegung wie bei den Handzahnbürsten notwendig. Da sie auf diese Weise auch schwer erreichbare Stellen gründlich reinigen können, kommen insbesondere akribische Putzer auf ihre Kosten. Die Verletzungsgefahr am Zahnfleisch ist zwar durch die Rotation höher als bei den Schallvarianten, Kontrollsensoren gleichen das aber häufig aus. Die Zahnzwischenräume erfahren bei diesem Typus also keine gründliche Reinigung.

Vorteile
  • Etliche preisgünstige Modelle
  • Effektive Entfernung von Zahnbelag
  • Einfache, komfortable Bedienung
Nachteile
  • Risiko für Zahnfleischverletzungen durch zu hohen Druck
  • Geduld erforderlich, da jeder Zahn einzeln gereinigt wird

Die Sparsamen: Schallzahnbürsten

Für elektrische Zahnbürsten mit Schalltechnologie müssen Interessenten etwas tiefer in die Tasche greifen. Zwar führt eine Schallzahnbürste im Gegensatz zu den rotierenden Modellen keine Schwingbewegungen aus, dennoch reicht es aus, die Bürste mit wenig Druck in leicht kreisenden Bewegungen an den Zähnen entlangzufahren. Mithilfe eines piezoelektrischen Wandlers erzeugen Elektrozahnbürsten mit Schalltechnik zwischen 30.000 und 60.000 Seitwärtsbewegungen pro Minute. Dabei handelt es sich also nicht um Schallwellen, sondern Vibrationen in sehr hoher Frequenz. Diese Bewegungen laufen so schnell ab, dass Schallwellen entstehen, die ein Brummen erzeugen. Das Verfahren lockert und entfernt den Zahnbelag noch effektiver, wodurch das Reinigungsergebnis gründlicher ausfällt als bei den rotierenden Modellen. Darüber hinaus verbrauchen Schallzahnbürsten weniger Strom als Bürsten mit Elektromotor, weshalb sie seltener ans Ladegerät müssen.

Da sie etwas komfortabler und vor allem sanfter arbeiten, sind sie besonders für sensible Zähne, empfindliches Zahnfleisch sowie Zahnspangenträger geeignet. Die etwas größeren, ovalen Bürstenköpfe erinnern an Handzahnbürsten und gestalten das Handling im hinteren Mundbereich etwas schwieriger. Immerhin werden dadurch gleich mehrere Zähne gleichzeitig gesäubert, was ideal für alle Ungeduldigen ist. Die Schallwellen reinigen sogar die schwer erreichbaren Zwischenräume. Allerdings sollten Neulinge im Umgang mit dieser Art elektrischer Zahnbürsten eine gewisse Eingewöhnungsphase einplanen.

Vorteile
  • Bessere Reinigungsergebnisse als rotierende Zahnbürsten
  • Säuberung mehrerer Zähne auf einmal
  • Schonend für Zähne und Zahnfleisch
  • Geringerer Stromverbrauch
Nachteile
  • Höhere Anschaffungskosten
  • Hintere Zähne im Mundraum schwerer erreichbar

Die Sanften: Ultraschallzahnbürsten

Ultraschallzahnbürsten, die jüngste, hochpreisige Weiterentwicklung der Schallzahnbürsten, spielen auf dem deutschen Markt bisher kaum eine Rolle. Sie ähneln äußerlich den Schallzahnbürsten, arbeiten aber mit wesentlich höheren Frequenzen von mehreren Millionen Schwingungen pro Minute und kommen weder mit den Zähnen noch mit dem Zahnfleisch direkt in Berührung. Auf diese Weise reinigen sie besonders schonend, was sie ideal für Menschen mit sehr empfindlichen Zähnen, Parodontitis sowie medizinische Präparate im Mundraum, etwa Zahnkronen, Brücken oder Implantaten, macht. Zwar leisten sie im Hinblick auf die Plaqueentfernung kaum bessere Ergebnisse als herkömmlich Elektrozahnbürsten, für Verbraucher mit gesundheitlichen Problemen oder Dispositionen stellen sie jedoch eine überlegenswerte Alternative dar.

Der Reinigungseffekt wird nicht mechanisch, sondern über tausende kleine, zerplatzende Schaumblasen erzielt, die Bakterien und Verunreinigungen auf und zwischen den Zähnen entfernen; dafür verlangen sie eine spezielle Zahnpasta. Das Handling erfordert ein wenig Übung und vor allem Geduld. Anstatt über die Zähne zu schrubben, halten Nutzer die Bürste einfach still an die Zahnoberfläche und warten etwa zehn Sekunden ab, bevor sie den Bürstenkopf an eine andere Stelle versetzen. Dadurch nimmt die Prozedur mehr Zeit in Anspruch als die empfohlenen zwei Minuten, nämlich fünf bis sechs Minuten, womit der ein oder andere Ungeduldige bereits an seine Grenzen stößt.

Vorteile
  • Gründliche Entfernung von Bakterien und Speiseresten auf Zähnen und in Zahnzwischenräumen
  • Sanfte Behandlung von „Problemzähnen“
  • Kontaktlose Reinigung ideal für Hindernisse im Mundraum
Nachteile
  • Hohe Anschaffungs- und Folgekosten
  • Teure, spezielle Zahncreme erforderlich
  • Längere Putzzeiten

Vom Akku bis zum Smart-Guide - Kaufkriterien für ein strahlendes Lächeln

Neben der Reinigungstechnologie spielen auch Kriterien wie die Akkulaufzeit oder die Frequenzhöhe eine wichtige Rolle bei der Auswahl der geeigneten Elektrozahnbürste. Ferner gibt es nicht nur Modelle mit runden oder länglichen Bürsten, Tiefenreinigung oder Aufhellfunktion, sondern gar Zahnbürsten mit Bluetooth-Anbindung. Während kostengünstige Geräte für gewöhnlich nur über zwei Geschwindigkeitsstufen verfügen, bieten Highend-Produkte eine Vielzahl an Putzmodi sowie diverse Zusatzfeatures wie Timer oder Warnfunktionen. Doch welche Funktionen sind wirklich nützlich und worauf kommt es beim Kauf letztlich an?

Akku oder Batterie?

Die meisten elektrischen Zahnbürsten verfügen inzwischen über einen Akku, sodass sie wiederaufladbar sind. Einige ältere beziehungsweise günstigere Geräte sind jedoch auch batteriebetrieben. Für diese Modelle benötigen Nutzer keine Ladestation, was insbesondere auf Reisen von Vorteil ist. Die wenigsten Batterie-Modelle können allerdings mit der Leistung von Akku-Zahnbürsten mithalten. Hinzu kommen die Folgekosten für Wechselbatterien. Akkubetriebene Zahnbürsten müssen regelmäßig über die zugehörige Ladestation, die über eine Steckdose mit Strom versorgt wird, aufgeladen werden. Immer häufiger kommen USB-Kabel zum Einsatz, sodass Anwender die Zahnbürste beispielsweise auch am Computer laden können.

Im Dauerbetrieb sollte die Akkulaufzeit mindestens 30 Minuten betragen, sodass es problemlos möglich ist, über eine Woche lang Zähne zu putzen, ohne die Zahnbürste erneut aufladen zu müssen. Hochpreisige Modelle halten sogar bis zu drei Stunden durch. Allerdings lässt die Akkuleistung für gewöhnlich mit der Zeit nach und die Nutzungsdauer verringert sich, sodass der Akku nach ein bis zwei Jahren vielleicht nur noch für drei Tage ausreicht. Auf jeden Fall empfehlenswert ist eine Akkuanzeige, damit Nutzer nicht von einem leeren Akku überrascht werden.

Abgesehen von der Dauer sollte auch der verbaute Akkutyp beachtet werden. Die gängigsten Technologien sind Nickel-Metallhydrid-Akkus (Ni-MH), Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) und Lithium-Polymer-Akkus (Li-Po). Empfehlenswert sind insbesondere die modernen und langlebigeren Lithium-Ionen-Akkus, die im Gegensatz zu den Nickel-Metallhydrid-Akkus keinen Memory-Effekt aufweisen. Das heißt, sie merken sich nicht, wie weit sie zuletzt aufgeladen wurden, wodurch weniger Kapazität zur Verfügung stehen würde. Darüber hinaus überzeugen sie mit langen Laufzeiten von bis zu drei Wochen (Ni-MH-Akkus halten nur 5 bis 10 Tage durch). Ihre Ladezeit ist vergleichsweise kurz: Sie beträgt zwischen 8 und 18 Stunden, wohingegen Ni-MH-Akkus zwischen 18 und 24 Stunden benötigen.

Mit Hochgeschwindigkeit: Die Vibrationsfrequenz

Einer der wichtigsten Indikatoren für eine gute Reinigungsleistung elektrischer Zahnbürsten ist die Frequenz. Hier gilt die Faustregel: Je höher die Vibrationsfrequenz, sprich, je mehr Bewegungen der Bürstenkopf pro Minute vollzieht, desto besser ist das Reinigungsergebnis. Dank der Hochgeschwindigkeitsbewegungen samt Seitwärtsbewegungen erzeugen die Borsten eine dynamische Flüssigkeitsströmung, wodurch die Zahnbürste tiefer in die Zwischenräume eindringt und selbst schwer zugängliche Stellen noch optimal reinigt. Hohe Schallfrequenzen sorgen zudem für eine besonders gründliche Flecken- und Plaqueentfernung.

Während rotierend-oszillierende Geräte lediglich mit einer Frequenz von 73 Hertz, also 4.400 Schwingungen pro Minute, sowie zum Teil einer pulsierenden Bewegung mit 333 Hertz, was etwa 20.000 Schwingungen pro Minute entspricht, arbeiten, kommen Schallzahnbürsten auf weitaus höhere Frequenzen. So schwingen gewöhnliche Schallzahnbürsten mit einer Frequenz von 250 bis 350 Hertz, etwa 15.000 bis 21.000 Schwingungen pro Minute, Ultraschallzahnbürsten sogar mit bis zu 1,6 Megahertz, das heißt 96.000.000 Schwingungen pro Minute.

Massieren, Aufhellen, Schonen: Die Putzmodi

Mit bis zu acht unterschiedlichen Putzmodi sind vor allem Premium-Geräte ausgestattet. Die Oral-B Pro 7.000 verfügt beispielsweise über sechs Reinigungsstufen, nämlich „Reinigen“, „Zahnfleischschutz“, „Sensitive“, „Aufhellen“ (auch „Whitening“-Modus), „Tiefenreinigung“ und „Zungenreinigung“. Andere Anbieter statten ihre Zahnbürsten mit einem „Massage“-Modus oder einem „Polier“-Modus aus. In der Regel reicht ein einziger Putzmodus völlig aus. Durch die unterschiedlichen Programme ist es jedoch möglich, individuell auf die Nutzer einzugehen. Menschen mit empfindlichen Zähnen profitieren zum Beispiel von einem sensitiven Modus mit reduzierter Rotations- und Vibrationsgeschwindigkeit. Alle weiteren Stufen können als komfortabler Zusatz erachtet werden. So läuft der Timer bei der sogenannten Tiefenreinigung beispielsweise einfach drei anstatt zwei Minuten.

Die Bürstenwahl: Eine Geschmackssache

Die Auswahl an Aufsteckbürsten für Elektrozahnbürsten ist im Hinblick auf Größe, Farbe, Form und Härtegrad breit gefächert, sodass jeder das richtige Design für sich findet. Da sie separat erhältlich sind, können Bürsten problemlos nachgekauft werden. Im Vergleich zu rotierend-oszillierenden Zahnbürsten mit ihren kleinen, aber meist höheren Köpfen besitzen Modelle mit Schallbetrieb größere, längliche Bürstenköpfe. Während größere Putzköpfe eine größere Zahnfläche erreichen, gelangen kleinere Bürsten besser an die schwer zugänglichen Stellen, etwa im hinteren Bereich des Mundraums. Aufsätze für gewöhnliche Rundkopfzahnbürsten sind in der Regel günstiger als solche für (Ultra-)Schallzahnbürsten. Pro Aufsatz zahlen Verbraucher je nach Modell zwischen drei und zehn Euro.

Neben verschiedenen Härtegraden, etwa extra weichen Borsten, gibt es auch diverse Reinigungsgrade, beispielsweise spezielle Gummieinsätze zum Polieren der Zahnoberfläche. Oral-B bietet unter anderem Bürsten mit den Namen „Sensitiv“, „Dual Clean“ oder „Power Tip“. Die „Cross-Action“-Bürste umschließt zum Beispiel jeden Zahn einzeln mit angewinkelten Borsten. Um individuelle Vorlieben anzusprechen und für die ganze Familie etwas zu bieten, gibt es die Aufsätze zudem in unterschiedlichen Farben, sei es Blau, Gelb oder Pink.

Das Zubehör im Lieferumfang

Zusätzlich zur Grundausstattung samt Handstück, Aufsteckbürste und Ladestation gibt es je nach Preismodell weiteres Zubehör, das entweder bereits im Lieferumfang enthalten ist oder nachgekauft werden kann. Meistens sind mehrere Ersatzbürsten beim Kauf inbegriffen. Einige Modelle gibt es sogar mit einem zweiten Handstück, allerdings für einen Aufpreis, was insbesondere für Familien oder Paare von Vorteil ist. Doch auch für Singles kann dieses als günstige Ersatzbürste oder Reisezahnbürste dienen. Mit dem passenden Etui lassen sich die Zahnbürsten zudem sicher und vor allem hygienisch transportieren.

Weitere nützliche Funktionen

Elektrische Zahnbürsten sind heutzutage mit zahlreichen Zusatzfunktionen ausgestattet, die je nach Bedarf mehr oder minder sinnvoll sind. Features wie Timer und Drucksensoren signalisieren Fehler, die wir beim Zähneputzen üblicherweise machen. Preistreiber sind vor allem Bluetooth-Verbindungen samt externen Displays fürs Badezimmer, die unter anderem die verbleibende Putzzeit oder den zu reinigenden Kieferbereich anzeigen. Ein solches Feature ist immerhin nützlich für Kinder, die das selbstständige Zähneputzen lernen und dabei eine ebenso spielerische wie pädagogische Komponente gebrauchen können.

Timer
Timer

Fast jede Elektrozahnbürste besitzt einen Zwei-Minuten-Timer, der nach Ablauf der Zeit kurz stottert oder Nutzer per Sound beziehungsweise Lichtsignal darauf aufmerksam macht, dass die Mindestputzzeit vorbei ist. Dadurch müssen Verbraucher nicht dauernd auf die Uhr schauen. Andere Geräte gehen nach zwei Minuten einfach aus, sodass jeder, der weiterputzen möchte, die Zahnbürste wieder einschalten muss. Einige Modelle bieten eine Intervallfunktion, die zusätzlich in 30-Sekunden-Abschnitte unterteilt ist, um alle vier Gebissquadranten gleichmäßig zu reinigen. Mithilfe kurzer Putzunterbrechungen signalisieren die Zahnbürsten, dass die Kieferpartie zu wechseln ist.

Andruckkontrolle
Andruckkontrolle

Eine Andruckkontrolle ist insbesondere für jeden sinnvoll, der dazu neigt, beim Zähneputzen zu viel Druck auszuüben. Auf Dauer kann dadurch nämlich das Zahnfleisch zurückweichen und die Zahnhälse freilegen. Die Funktion weist Nutzer – etwa mithilfe von Smileys, Stottern oder Lichtsignalen – darauf hin, dass sie die Bürste zu stark gegen die Zähne pressen; andere Modelle unterbrechen den Putzvorgang komplett. Besonders Neulinge oder Nutzer oszillierender Zahnbürsten sind mit einer derartigen Kontrolle gut beraten.

SmartGuide
Smartguide

Sogenannte smarte Zahnbürsten verbinden sich drahtlos via Bluetooth mit einem externen Display, dem SmartGuide, oder einem Smartphone. Auf dem zusätzlichen Bildschirm sehen Nutzer, wie viel Putzzeit vergangen ist, welcher Modus aktiviert ist und ob sie zu fest aufdrücken. Im Anschluss erhalten sie zum Teil sogar eine (lobende) Bewertung in Sternen. Manche Anbieter erstellen einen individuellen Putzplan, erinnern an das regelmäßige Putzen oder erkennen mithilfe einer Smartphone-Kamera die Position im Mund, sodass Nutzer direkt wissen, ob ein Bereich vernachlässigt wird.

Optimale Mundhygiene nur mit der richtigen Handhabung

Mit einer elektrischen Zahnbürste reinigt man nicht automatisch besser. Nicht selten kommt es aufgrund von Handhabungsfehlern zu einer negativen Beeinflussung der Putzergebnisse, die auf Dauer sogar der Zahngesundheit schaden können. Unabhängig vom Modell kommt es letztendlich auf den richtigen Umgang mit der Elektrozahnbürste an.

Richtig putzen mit der elektrischen Zahnbürste

Für ein optimales Putzergebnis ist es nicht ausreichend, die Bewegungen automatisch ausführen zu lassen. Zusätzlich müssen Nutzer den Bürstenkopf manuell bedienen – bestenfalls mit der richtigen Putztechnik. Zwar reduziert eine elektrische Zahnbürste dank ihrer einfachen Handhabung das Risiko für Zahnfleischverletzungen, dennoch gibt es den ein oder anderen Aspekt zu beachten:

  1. Teilen Sie die Reinigungsprozedur in vier Kieferbereiche auf, um jeden Quadranten 30 Sekunden zu reinigen.
  2. Feuchten Sie die Borsten an und geben Sie eine etwa erbsengroße Menge Zahncreme darauf.
  3. Setzen Sie den Bürstenkopf mit leichtem Druck in einem 45-Grad-Winkel auf die Zähne, beginnend mit den Kauflächen des ersten Quadranten.
  4. Schalten Sie die (rotierenden) Zahnbürsten erst im Mundraum ein, um Spritzer zu vermeiden.
  5. Halten Sie bei einer Rotationsbürste die Borsten für wenige Sekunden gegen jeden einzelnen Zahn, führen Sie bei einer Schallzahnbürste eine Wischbewegung aus oder führen Sie die Ultraschallbürste mit einem kleinen Abstand an den Zähnen entlang.
  6. Reinigen Sie zunächst die Außenflächen und fahren Sie anschließend mit den Innenflächen des ersten Quadranten fort.
  7. Wiederholen Sie die Vorgehensweise für die anderen drei Quadranten.
  8. Säubern Sie abschließend den Bürstenkopf unter fließendem Wasser.

Um jedem Zahn ausreichend Zeit zu widmen, sind morgens und abends jeweils mindestens zwei bis drei Minuten nötig. Alle zwei bis drei Monate ist zudem ein Wechsel des Bürstenkopfes angebracht, teils aus hygienischen, teils aus Verschleißgründen. Darüber hinaus sollte der Bürstenkopf auch nach einer Erkrankung, etwa einer Erkältung, gewechselt werden.

Alle meine Farben: Elektrische Zahnbürsten für Kinder

Bereits ab einem Alter von 2,5 bis 3 Jahren ist es ratsam, eine elektrische Zahnbürste zu verwenden. Für Kinder bieten die meisten Hersteller spezielle Kinderzahnbürsten mit kleineren Bürstenköpfen, weniger Umdrehungen und kaum Zusatzfunktionen an. Die geringere Frequenzzahl empfinden Kinder häufig als angenehmer. Neben den klassischen Modellen in Weiß oder Schwarz gibt es auch kindgerechte Designs in Rosa, Pink oder mit Motiven wie Superhelden oder Zeichentrickfiguren, sodass die Optik für mehr Spaß beim Zähneputzen sorgt. Elektrische Kinderzahnbürsten gleichen durch ihre einfache Handhabung beispielsweise die noch nicht ganz ausgefeilte Motorik von Kinderhänden aus. Manche Modelle spielen beim Zähneputzen sogar Musik ab oder signalisieren durch Smileys, dass das Ende der Putzdauer erreicht ist. Wichtig sind hier besonders weiche Bürsten, um die empfindlichen Milchzähne zu schützen, sowie Griffe mit besserem Halt.

Erhöht sich die Gefahr von Zahnfleischbluten?

Elektrische Zahnbürsten sind an und für sich nicht gesundheitsgefährdend, sondern sogar schonender als Handzahnbürsten – zumindest solange Nutzer auf das richtige Maß ausgeübten Drucks achten. Bei einigen Modellen gibt es deshalb den Reinigungsmodus „Sensitiv“, der aufgrund seiner weniger starken Rotationen für besonders empfindliches Zahnfleisch geeignet ist. Zusätzlich gibt es schonende Bürstenköpfe mit extra weichen Borsten. Insbesondere Ultraschallzahnbürsten eignen sich bei Zahnfleischproblemen. Zwar kann es beim Wechsel von der Handzahnbürste zu einer Rotationszahnbürste anfänglich zu etwas Zahnfleischbluten kommen, nach ein bis zwei Wochen sollte sich das Zahnfleisch an das neue Putzgefühl gewöhnt und entsprechend angepasst haben. Hält das Zahnfleischbluten allerdings länger an, ist es ratsam, einen Zahnarzt aufzusuchen.

Sind Elektrozahnbürsten bei Zahnspangen und Implantaten verwendbar?

Für Zahnspangen- und Implantatträger stellen elektrische Zahnbürsten kein Problem dar; das gilt es aber vorher testen. Im Gegenteil: Sie wirken sogar besonders effektiv. Hier empfehlen sich vor allem Schallzahnbürsten, die mit ihren sehr hohen Geschwindigkeiten die engen Zwischenräume gründlich von Plaque und Bakterien befreien. Ergänzend sollten sie dennoch einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürstchen verwenden.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die elektrischen Zahnbürsten nicht selbst getestet.

Einen ausführlichen Test mit insgesamt 76 elektrischen Zahnbürsten finden Interessierte auf dem Testportal der Stiftung Warentest. Im Jahr 2018 nahm das Testinstitut verschiedene Testmodelle in den Testbereichen „Zahnreinigung“, „Handhabung“ sowie „Haltbarkeit und Umwelteigenschaften“ unter die Lupe. Beim Testverfahren unterscheidet die Stiftung Warentest zwischen Testmodellen für Kinder und Testmodellen für Erwachsene. Testsieger wurde der Testkandidat DiamondClean Smart der Marke Philips Sonicare; knapp dahinter folgen das Testmodell Braun Oral-B sowie das Testmodell von Edel + White. Alle drei elektrischen Zahnbürsten erhielten die Testnote „Gut“. Philips Sonicare taucht im Test gleich zweimal auf. Braun Oral-B dagegen ist im Test sogar mit drei Produkten, darunter auch der Pulsonic Slim, vertreten.

Neben der Stiftung Warentest führte auch das Testinstitut ÖKO-TEST einen umfassenden Test elektrischer Zahnbürsten durch. Sechs der 13 getesteten Modelle erhielten das Testurteil „Gut“, darunter sogar vier Testmodelle aus der Drogerie für weniger als zehn Euro. Einen aktuelleren Test führte ÖKO-TEST mit elektrischen Zahnbürsten für Kinder durch. Im Jahr 2015 testete das Testinstitut neun Modelle, unter anderem in den Testdisziplinen „Gebrauchseignung“, „Technik“ und „Inhaltsstoffe“.


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